Sabine von Savio




Ich heiße Sabine Lamp, bin 45 Jahre alt, 1,54m groß und wurde in Eutin geboren. Mit meinem Ehemann Volker bin ich 24 Jahre verheiratet. Unsere gemeinsame Tochter Jennifer ist 23 Jahre alt und gelernte Bürokauffrau. Nächsten Monat zieht Jenny in ihre erste eigene Wohnung.
Wir wohnen in einem Einfamilienhaus mit großem Grundstück in ländlicher Umgebung
Hobbys habe ich bis auf meine Tiere eigentlich keine. Irgendwie fehlt mir hierzu die Zeit.
Ich arbeite als Tierpflegerin im Hundehotel mit dazugehörender Hundeschule. Es ist mein Traumjob. Habe das große Glück, bei Bedarf auch meine Hunde mit zur Arbeit nehmen zu können.
Tiere haben in meinem Leben schon immer eine große Rolle gespielt. All meine Lieblinge, die ich in ihrem Leben begleiten durfte, hier vorzustellen würde den Rahmen sprengen.
Aber eins hatten alle gemeinsam, es waren immer „Wegwerftiere“, die niemand haben wollte.

Deshalb stelle ich euch jetzt mal mein aktuelles Rudel vor.
Wir haben neun Widderzwerge. Mit den kleinen Mümmelmännern haben wir jahrelang aktiv Kaninhop betrieben.



Zu jedem Kaninchen muss eine enge Bindung bestehen. Das Kaninchen muss Vertrauen haben, damit es gerne springt. Leider gab es im Laufe der Jahre immer wieder Kaninhopveranstaltungen, bei denen die Kaninchen schlecht behandelt wurden oder völlig gestresst sprangen. Falls jemand etwas über Kaninhop wissen möchte, kann er sich gerne an mich wenden.
Am 14.01.2002 kam unser Kater Michel zu uns. Michel wurde im Pappkarton ausgesetzt und im Tierheim abgegeben.



Michel ist der König und hat das Sagen. Alle anderen Tiere bringen ihm den nötigen Respekt entgegen.
Der zweite Katzenmann ist unser Rocky. Am 25 06.2004, wir steckten mitten im Umzug, sahen Jenny und ich auf einem Bauernhof, den kleinen Kater. Der Bauer war froh, das Tier loszuwerden.



Es passte mal wieder alles prima. Rocky war mehr tot als lebendig. Sofort zum Tierarzt. Katzenschnupfen, Würmer, Flöhe. Eben das volle Programm. Nach einem langen Kampf war der kleine Kerl über den Berg. Da er so tapfer gekämpft hat tauften wir ihn Rocky.



Chica unsere kleine Spanierin zog am 23.11.2005 bei uns als kleiner Welpe ein. Sie wurde gemeinsam mit ihrem Bruder in einer Plastiktüte im Flussbett entsorgt. Sie wurde von einer Tierschutzorganisation vermittelt. Alles klappte prima. Welpengruppe und Hundeschule war jetzt angesagt. Die kleine Prinzessin war eine Musterschülerin.
Da mit Chica alles so gut lief, entschlossen wir uns einem zweiten Hund ein Zuhause zu geben. Über dieselbe Orga kam Nena am 9.08.2007 mit dem Flieger an. Hier lief so ziemlich alles schief (schreibe ich euch ausführlich in meinem Erfahrungsbericht). Nena wurde mit ihrer Tochter in Spanien an einer Autobahn ausgesetzt.
Da alle guten Dinge ja bekanntlich drei sind, kam Savio am13.07.2008 zu uns. Steffi entdeckte den kleinen Prinzen auf Gran Canaria. Sein Motto: „Vini, Vedi, Vici!“
Wir sind mit unseren Tieren glücklich und hoffen die schlechten Erfahrungen, welche sie durch Menschenhand erlebt haben, wieder gut machen zu können!



So, nun ist endlich Schluss mit dem Geschreibe, vielleicht könnt ihr euch von mir und meiner Familie ein Bild machen.
Liebe Grüße Sabine von Savio


Nachtrag 15.Juni 2011

Im August 2010 lernte ich Trine im Hundehotel kennen.



Ihr Frauchen war verstorben und die Kinder wollten „den Hund“ nicht.
Trine fühlte sich ganz und gar nicht wohl im Hundehotel, baute immer mehr ab und litt auf Grund des hohen Stressaufkommens häufig an Durchfall.
Sobald ich auf der Arbeit etwas Zeit hatte, kümmerte ich mich um das alte Mädchen.
Sie genoss es, wenn sie etwas Aufmerksamkeit bekam.
Dennoch waren diese Momente nicht ausreichend. Trine fing an sich aufzugeben und lag traurig in ihrem Körbchen.

Da ich zu Hause viel von Trine erzählte, sagte Volker nach einiger Zeit, dass es ja kein Zustand sei und ich sie mitbringen kann.



Aus der vorübergehenden Pflegestelle entwickelte sich dann ein richtiges Zuhause.
Die Körbchensuche gestaltete sich natürlich schwierig, da niemand einen großen, schwarzen und alten Hund haben möchte.

Glücklicher Weise hat Trine sich bei uns ihren Schlafplatz gesucht und muss diesen nicht mehr hergeben.



Am ersten Abend legte sie sich seufzend auf diesen Platz und sah mir in die Augen, als wolle sie sagen: „Man, dass hat aber gedauert, bis du mich endlich mitgenommen hast!“

Mit Chica, Nena und Savi gab es keine Probleme.
Die Hunde hatten sich bereits im Vorfeld im Auslauf des Hundehotels kennengelernt.
Auch verträgt sich Trine mit den Kaninchen und Katzen.
Sie blüht jeden Tag mehr auf!

Bedauerlicher Weise ist gesundheitlich ein ständiges auf und ab.
Für jeden Moment mit ihr bin ich so dankbar.

Seit dem 22. November 2010 hat Savi – der kleine Prinz – drei bezaubernde Hundemädchen an seiner Seite.



Sabine


Nachtrag - Dezember 2013

Meine Steckbriefergänzung ist ja schon lange fällig. In den letzten beiden Jahren hieß es immer wieder Abschied nehmen. Von unseren neun Widderzwergen mussten sechs kleine Hoppler die Reise über die Regenbogenbrücke antreten. Jedes der kleinen Mümmelhäschen war für mich etwas ganz besonderes. Nun wohnen nur noch Ronja, Batida



...und Lukka...



...bei uns.

Am 29.Mai 2012 kehrte unser Kater Rocky...



...von seinem Ausflug nicht mehr nach Hause zurück. Wir haben alles unternommen um unseren „Butzelmann“ zu finden.
Suchanzeigen in Zeitungen, Tasso-Suchplakate und alles ohne Erfolg.
Nicht zu wissen, was mit seinem geliebten Tier passiert ist, ist wohl mit das Schlimmste, was einem Tierhalter passieren kann.
Rocky und Michel...



...sind immer gemeinsam auf Tour gegangen. Beide Kater waren immer in Rufweite. Rocky war Fremden gegenüber sehr vorsichtig und hat sich auch nicht streicheln lassen.
Michel kam ohne seinen besten Freund gar nicht zurecht. Wochenlang lief er rufend umher, fraß schlecht und wurde sogar unsauber.

Am 3. April diesen Jahres hat sich Trinchen...



...dann auch noch auf den Weg über die Regenbogenbrücke gemacht. Als wir Trinchen hier ihr Zuhause gaben, wussten wir, dass unsere gemeinsame Zeit nicht sehr lange sein würde. Trinchen stand häufig schon am Regenbogenrand. Sie hat sich aber immer wieder gefangen. An diesem Tag mussten wir sie zu Linda gehen lassen.
Ich vermisse mein großes, altes, schwarzes Mädchen so sehr.

Unser aktuelles Rudel besteht nun nur noch aus den drei Widdermädchen,
dem Katerkönig Michel...



... den Prinzessinnen Mimi(Nena), Chica und dem kleinen Prinzen Savio.




Nachtrag 14. September 2015

Und immer wieder Abschied nehmen

Unsere drei Widdermädchen Lukka, Ronja und Batida haben ihre letzte Reise zu Linda angetreten. Wir hatten seit 1998 Kaninchen. Die kleinen Zwerge fehlen mir so sehr. Es ist ein kleiner Trost für mich zu wissen, dass alle 18 Hoppler ein schönes und artgerechtes Leben bei uns hatten.



Dem kleine Pudelmixmädchen Debby...



...konnte ich vor einigen Jahren zu einem neuen zu Hause verhelfen. Die Kleine hatte ein ähnliches Schicksal wie unser Trinchen. Debby hatte bei einer älteren Dame den Himmel auf Erden, sie war für ihr Frauchen der Lebensmittelpunkt. Die Dame erkrankte und musste über viele Wochen in eine Klinik, durfte diese jedoch an den Wochenenden verlassen. So wurde Debby vorüber gehend in unser Rudel aufgenommen. Sie passte von der Größe, Alter und Temperament auch super zu Chica, Mimi und Savi. Die Wochenenden verbrachte Debby dann mit ihrem Frauchen. Ich hatte anfänglich so meine Bedenken, ob der ständige Wohnungswechsel für Debby zu stressig werden würde. Doch es klappte prima. So waren wir alle erst einmal zufrieden. Die Mobilität des Frauchens verschlechterte sich, sie konnte nicht mehr mit Debby laufen und sich nicht mehr richtig um sie kümmern. Lange Gespräche folgten. Dann stand es fest, Debby sollte nun ganz zu unserem Rudel gehören und ihr „Für-immer-körbchen“ bei uns beziehen. Doch leider es sollte nicht so sein. Die kleine Debbymaus musste am 03.06.2014 über die Regenbogenbrücke gehen. Sie war voller Tumore und ihre Organe konnten nicht mehr arbeiten. Die Süße behält ein Platz in meinem Herzen.



Rudi und Mascara das Traumkatzenpärchen...



...von Jenny.

Rudi...



...wurde sehr schwer krank. Am 02.10.2014 musste auch der kleine Schatz seine letzte Reise zu Linda antreten. Rudi war sooo ein tolles Katerchen. Mascara trauerte sehr lange und war nun mindestens acht Stunden pro Tag alleine in Hamburg. Schweren Herzens und zum Wohle von „Muppi “wollte Jenny ihr Kätzchen zu uns bringen. Gesagt, getan. Cara zog am 19.01. diesen Jahres mit sämtlichem Zubehör bei uns ein. Um der Kleinen die Umstellung so angenehm wie möglich zu gestalten blieb Jenny einige Tage auch bei uns. Cara ist vom Wesen her eine etwas ängstliche und scheue Katze.



Die Zusammenführung mit unserem Katerkönig Michel sollte behutsam vorgenommen werden. Ein Trenngitter wurde befestigt, so dass die Katzen sich so erst einmal kennen lernen können. Michel war anfänglich nur neugierig .Cara zog sich zurück. Wir haben Pheromone gesprüht, Decken und Katzentoiletten getauscht. (Michel hat vorher nie ein Katzenklo benutzt und seine Geschäfte draußen verrichtet.) Nach einigen Tagen haben wir das Trenngitter entfernt. Michel ist sofort auf Cara los, sie hatte Todesangst. Das Trenngitter wurde wieder befestigt und noch zwei weitere Versuche unternommen und die Katzen zusammen zulassen. Nach acht Wochen trat hier bei der Vergesellschaftung keine Besserung ein .Cara war nur entspannt, wenn Michel draußen war .Sobald der König sich jedoch dem Trenngitter näherte hat sie sich nur noch versteckt. Für beide Katzen war es keine gute Situation. Den letzten Trumpf setzten wir auf eine Katzenpsychologin. Leider konnte auch sie uns nicht helfen. Michel und Cara würden nie Freunde werden. Beide würden sich zwar aus dem Weg gehen können doch Cara müsste ständig in Angst leben von Michel angegriffen zu werden. Michel müsste aus Katzensicht immer kontrollieren, wo Cara sich grade befindet und ob sein Reich auch sicher ist. Für beide Katzen kein schönes Leben.
Die kleine „Muppi“ zog wieder zu Jenny. Abends wird mit Cara ausgiebig gespielt und geschmust. So ist es für die Katzen die beste Lösung.

Unser jetziges Rudel :
Der Katerkönig Michel ...



...und die drei kleinen Freunde: Mimi, Chica und der kleine Prinz Savio.



Ich hoffe diese kleinen Schätze noch ganz lange an meiner Seite zu haben.

Liebe Grüße Sabine