Peter & Andrea mit Rocco


Andrea geboren und aufgewachsen in Neuwied. Alter unwichtig. Peter geboren 1963 in Wittingen, Kreis Gifhorn und aufgewachsen in Kausen im Westerwald. Rocco geboren in Spanien 2010, lebt, tobt und spielt seit 24.07.2014 in Neuwied.
Wir wohnen in Neuwied im Stadtteil Feldkirchen.

Wir sind beide mit Tieren aufgewachsen. Peter mit Hunden und Andrea mit Goldfischen, Hasen, Schildkröten, Wellensittichen und Hund, also ein kleiner Zoo. Ich wollte schon immer gerne einen Hund haben, das war mein Traum. Irgendwann sagte mein Opa, wie ich ungefähr 10 Jahre alt war, Andrea wir kaufen einen Hund. Wir wohnten alle in einem Haus, Opa im Erdgeschoss, wir oben, es sollte unser aller Hund sein. Opa war viel in der Natur unterwegs und nahm mich oft mit.
Also ging es los zur nächsten Tierhandlung. Heute undenkbar aber früher gang und gäbe. Dort saßen in einer großen Holzkiste, vorne mit einer Scheibe verschiedene Welpen im Schaufenster. Was hatte ich mir dort schon oft sehnsüchtig die Nase platt gedrückt und Hunde angeschaut. Zwischen Boxerwelpen, Coccer Spaniel und Langhaardackeln saß er dann, ein Rauhhaardackel. Der sollte es sein. Wir tauften ihn Poldi und ich war selig. Er war ein lieber und ruhiger Zeitgenosse.



Er saß oft Stunden im Vorgarten und schaute uns Kindern beim spielen zu. Opa und ich waren viel mit ihm unterwegs. Als Opa viel zu früh starb zog Poldi zu uns nach oben. Ich lernte Peter kennen und er unseren Dackel. Schön, das er auch ein Hundemensch ist.
Als wir zusammen ziehen wollten, bezogen meine Eltern das Erdgeschoss und wir zogen nach oben und hatten die Etage für uns.
Irgendwann kam meinen Eltern die Idee einen zweiten Hund zu holen, damit es nicht so schlimm werden würde, wenn Poldi gehen müßte.
So kam Nicki zu uns. Wieder ein Rauhaardackel, aber ein Rauschebeutel. Es kam wie es kommen mußte. Nicki als Welpe war viel zu wild für Poldi und zog deshalb zu uns nach oben. So kamen wir zu unserem ersten Hund. Nicki war kein einfacher Hund, er war ein 200% Dackel.
Stur, eigensinnig, giftig zu anderen Hunden und anfassen von Fremden ging gar nicht. Egal, wir liebten ihn und er lernte von Poldi. Mit 12 Jahren mußte Poldi über den Regenbogen gehen.



Danach zog Felix, wieder ein Rauhhaardackel bei meinen Eltern ein. Nicki spuckte Gift und Galle, er konnte den neuen Hund nicht ausstehen.
Es war ein hartes Stück Arbeit bis er ihn akzeptierte. Nicki war erst 6 Jahre alt als er über den Regenbogen gehen mußte. Er wurde nach einer OP nicht mehr wach. Und ich bin bis heute überzeugt davon, das der Tierarzt einen Fehler gemacht hatte.
Jetzt wollten wir erst mal keinen Hund mehr. Es tat einfach zu weh.



11 Monate hielten wir durch. Dann holten wir Persi, einen 7 jahre alten Schnauzermix aus dem Tierheim zu uns. Angeblich sollte er bissig sein und wurde schon zwei mal wieder abgegeben. Aber der arme Kerl hatte einfach nur Angst und war total eingeschüchtert. Wir gaben ihm die Zeit ,die er brauchte und bedrängten ihn nicht. Was soll ich sagen, er hat nie gebissen, war unendlich dankbar und verschmust. Für uns ein Traumhund.
Zwischenzeitlich mußte Felix im Alter von 8 Jahren gehen, sein Herz wollte nicht mehr.



So kam dann Tobi, ein kleiner Zwergschnauzermischling von einem Bauernhof aus der Eifel zu uns. Persi akzeptierte ihn sofort und beide waren ein Herz und eine Seele. Wir durften Persi 10 Jahre bei uns haben, er war so toll. Mit 17 Jahren mußten wir ihn gehen lassen, es tut heute noch weh.
Das war sehr schwer, doch ohne Hund wollten wir nicht mehr sein.



Dann zog Benny ein, ein immer gut gelaunter Tibetterriermix aus dem Tierheim. Der Kerl strotzte vor Energie und Lebensfreude.
Er war zu Mensch und Tier immer freundlich und liebte sogar Katzen, die schleckte er gerne ab, wenn sie ihn ließen. Das einzige was er nicht mochte, war ein Chow-Chow Rüde hier aus dem Ort, wenn er ihn sah flippte er total aus. Mit Tobi verstand er sich auf Anhieb.



Meine Mutter war zwischenzeitlich verstorben und so nahmen wir Tobi oft mit, wenn wir mit Benny los zogen. Die zwei hatten unterwegs viel Freude und Tobi, der früher sehr ängstlich war, orientierte sich an Benny. Wir waren auch schon mit beiden Hunden im Urlaub. Es war eine schöne Zeit.
Als Tobi nicht mehr so gut laufen konnte, ging er mit meinem Vater nur kleinere Runden und wir gingen mit Benny alleine los.
Dann passierte etwas, womit keiner von uns gerechnet hatte. Wir mußten von heute auf morgen Benny über den Regenbogen schicken.
Er war mittlerweile zwar schon 14 Jahre alt, aber putzmunter. Es war alle wie immer, er fraß normal, spielte und tobte durch die Wohnung und buddelte am Tag vorher noch Löcher und suchte nach Mäusen. Dann ging alles sehr schnell. Morgens wollte er nicht mehr fressen und hat nur noch geschlafen. Nachmittags sind wir dann zum Tierarzt und es gab eine Spritze. Nachts mußten wir in die Tierklinik, weil er laufend gebrochen hat.
Sie fanden bei ihm Krebszellen und der Arzt sagte mit Schmerzmitteln würde er maximal noch 3 Wochen leben. Wir waren fassungslos. Er sollte sich nicht quälen und so ließen wir ihn gehen. Das war hart und mußte erst mal verarbeitet werden.



Er dauerte eine Weile, dann fingen wir an nach einer neuen Fellnase zu suchen und bei KG haben wir unseren Rocco gefunden. Er ist so toll und mit Opi Tobi,der jetzt 19 Jahre alt ist, kommt er auch gut klar. Jeder hat sein Reich, Tobi unten und Rocco oben. Wir sind so froh ihn gefunden zu haben. Er macht unsere Tage heller und das Leben schöner.



Peter & Andrea mit Rocco
Neuwied im Oktober 2015