Patricia




Über mich gibt es eigentlich nicht wahnsinnig viel zu erzählen, habe auch (leider) keinen halbe Zoo zuhause, trotzdem gibt oder gab es ein paar Tiere in meinem Leben, von denen erzähle ich euch mal:
Der erste Hund, an den ich mich erinnern kann war der meiner Oma (sie wohnt bei uns in der Straße, deshalb sind sämtliche Tiere, die ihr waren immer bei uns gewesen)
Wilko, ein Schäferhund. Über ihn kann ich kaum etwas erzählen, denn die erste Erinnerung war auch die Letzte: der Tag an dem unsere Tierärztin kam und ihn einschläferte.

Gleichzeitig hatte meine Oma einen Kater Alfons, genannt Bimber.



Er hatte das Unmögliche geschafft und meine Oma zu einem Katzenfreund gemach. Mein Vater brachte ihn ihr Baby mit und sie hatte ihn 3 Tage ignoriert, also schon gefüttert und so, aber sonst nichts. Danach war sie plötzlich über beide Ohren in ihn verliebt und die Beiden waren unzertrennlich. Mit 12 Jahren verschwand er plötzlich für 10 Tage, was zurück kam war ein Häufchen Elend: An den Vorderpfoten nur noch Knochen, abgemagert und total verschreckt, er hat sich wohl mit letzter Kraft nach Hause geschleppt. Ich kann mich noch an den Abend erinnern als Oma anrief und sagte, es solle sofort jemand kommen und sie in die Tierklinik fahren. Uns Kindern wurden erst einmal sämtliche Informationen vorenthalten, außer, dass nichts sicher ist.
Mir kam es wie eine Ewigkeit vor, doch eines Tages durften wir ihn aus der Klinik abholen. Kaum jemand hatte daran geglaubt, dass er überlebt, geschweige denn, alle 4 Beine behalten kann, doch so war es und er lebte noch 4 Jahre bei uns, bis mit 16 seine Nieren versagten. Er war das erste Tier, das ich bewusst erlebt – und bewusst verloren habe.

Meine Oma hielt es nicht lange ohne Kater aus und es kam Simba zu uns
(die Ähnlichkeit ist nicht zufällig, aber Oma lässt sich da nicht reinreden)



Ein Kater, wie er typischer nicht sein konnte: elegant, über alles und jeden erhaben, arrogant bis zum geht-nicht-mehr. Er hatte gelernt, mit uns zu kommunizieren, indem er Stimmen von sich gab. Wenn er Hunger hatte, raus wollte oder der Meinung war, nicht genug Aufmerksamkeit zu haben, hat er „gemeckt“ hat man darauf geantwortet, konnte daraus eine richtige Unterhaltung entstehen. Simba war ein toller Kater, wirklich etwas besonderes, leider wurde er nur 8 Jahre alt.

Dann kam (und bitte haltet uns jetzt nicht für eine Psychofamilie, aber meine Oma hatte das sehr schwer getroffen) Simba, aus Protest gegen diese Namensgebung aber von allen Kater genannt.



Also, Kater ist jetzt 6 Jahre alt und hält uns alle auf trab. Äußerlich sieht er Simba sehr ähnlich, doch vom Charakter her sind die beiden nicht zu vergleichen. Er verteidigt sein Revier nicht, andere Katzen sind willkommen. Er legt sich auf den Boden unter den Tisch, wenn ihm langweilig ist und: er bettelt.

Doch jetzt komm ich zu ihr, meiner großen Liebe: Snoopy.



1987 kam sie als Welpe zu uns. Ich bin 1985 geboren – man kann sich also schon vorstellen, dass wir aufgewachsen sind wie Schwestern. Wenn meine Eltern im Garten gearbeitet haben, standen meine Schwestern und ich im Buggy oder dem Kinderwagen dabei und Snoopy ist uns nie auch nur eine Sekunde von der Seite gewichen (zugegeben, dass weiß ich nur aus Erzählungen) später haben wir ihr allerlei Kunststücke beigebracht, sie mit unserer Liebe sicherlich das ein oder andere mal erdrückt, aber mit uns hatte sie eine Engelsgeduld.
Ihr habe ich alles erzählt, was mich beschäftigt hat und hin und wieder musste sie auch als Alibi fürs heimliche Rauchen herhalten.
2001 mussten wir sie gehen lassen, das hab ich ehrlich gesagt bis heute nicht richtig verkraftet.
Nach Snoopy hatten wir vernünftigerweise erstmal keinen Hund mehr: Wir 3 Töchter waren mit Teenager-sein und studieren beschäftigt, Oma hat sich nicht bereit erklärt, einen Hund tagsüber zu sich zu nehmen (was sie mit Snoopy immer gemacht hat) und beide Eltern haben ganztägig gearbeitet.
Doch endlich war es so weit: Papa ist Mai in den Vorruhestand erhoben worden und der Hund ließ nicht lange auf sich warten:



Filou, ein Findelkind aus Colmar, 8 Monate alt. Die ganze Familie ist happy, mit Omas Kater üben wir noch, aber das ist auf gutem Weg.
Und bis es bei mir irgendwann mal zu einem eigenen Hund reicht, les ich fleißig bei KG mit und freu mich für jede frischgebackene Hundefamilie.