Brigitte


Name: Brigitte
Jahrgang: 1949
Geboren: in Schleswig-Holstein und dort geblieben
Familienstand: verheiratet, keine Kinder


Aufgewachsen auf einem Bauernhof, gehörten Tiere immer zu meinem Leben. Auch Hunde und Katzen. Der Wunsch nach einem eigenen Hund ließ sich wegen Schule und Berufsleben leider nicht verwirklichen.
Nachdem mein Mann sich 1986 selbständig machte und zu Hause arbeitete , stand der Anschaffung eines Hundes nichts mehr im Wege. Es gab viele Diskussionen, das Für und Wider wurde abgewägt.
Natürlich muß man sich gut überlegen, ob man für seinen Hund auch mal zurückstecken will. Nicht mehr in den Urlaub fliegen kann. Denn wir waren uns einig, wenn Urlaub, dann nur mit Hund.
Unseren ersten Hund bekamen wir im Juli 1987. Es war ein 4 Monate alter Leonberger. Sein Name war Moses. Er war wirklich pflegeleicht und ein richtiger Anfängerhund.



Leider war er oft krank. Nach einer Rückenmarkpunktion (Tierarztfehler ?) mußte er leider mit 4 ½ Jahren eingeschläfert werden. Unsere Trauer war groß, und wir entschlossen uns, einen neuen Hund zu holen.
So kam dann Iljo, ein Hovawart, zu uns. Auch er ist nicht sehr alt geworden. Auf Grund eines Hirntumors mußte er eingeschläfert werden.



Weil wir uns ein Leben ohne Hund nicht mehr vorstellen konnten, fanden wir in einer Zeitungsanzeige einen Golden Retriever, der wegen Umzuges abgegeben werden sollte. Weil er immer Schmerzen hatte und auch mal zubiß, wenn man ihn anfaßte, ließen wir ihn röntgen. Das Ergebnis war niederschmetternd, Bobby hatte überhaupt keine Gelenkpfannen. Die Tierärztin riet uns, ihn nicht mehr aus der Narkose aufwachen zu lassen, Aber wir brachten es nicht übers Herz. Im nachhinein wäre es wohl besser gewesen. Zum Schluß halfen keine Schmerzmittel und so mußte auch er über die Regenbogenbrücke gehen.



Trotz allem bekamen wir dann 1996 wieder einen Leonberger. Adonis war ein Traum von Hund. Auf ihn konnten wir uns in allen Lebenslagen verlassen.



Ende 1998 kam dann ein Anruf, ob wir nicht eine 3 ½ jährige Leonberger-Hündin aufnehmen könnten. Nach kurzem Überlegen kam so Berta zu uns. Obwohl sie uns nicht kannte, kletterte sie ins Auto und legte sich auf den Rücksitz. Also hat sie sich uns ausgesucht.. Nach kurzer Zeit waren Adonis und Berta ein Herz und eine Seele.
Wir haben Berta dann kastrieren lassen. Leider ging die OP-Narbe wieder auf. Sie bekam dann eine Bauchfellentzündung, hatte immer Fieber, Mastitis, Milchleisten wurden entfernt, Tumor an der Wirbelsäule, Afterfistel. Ihre Löcher im Bauch heilten nicht. Die Tierärzte meinten dann, sie hätte ein Gen-Defekt und sie könnten für Berta nichts mehr tun. Ja, sie hat uns viele Tränen und schlaflose Nächte gekostet. Aber sie hatte so einen Lebenswillen und wir haben nicht aufgegeben. Letztendlich wurde sie durch die Behandlung einer Tierheilpraktikerin geheilt.
Im April 2003 mußte dann bei Adonis ein Analtumor entfernt werden. Nur 6 Wochen später wieder ein Tumor im Bauch. Und wieder OP. Von dieser Operation hat er sich nie so richtig erholt.Aber wir hatten noch 2 schöne Jahre mit ihm. Im Oktober 2005 ist er friedlich zu Hause eingeschlafen. Und 2 Jahre später verließ uns dann auch Berta mit 12 ½ Jahren.



Trotz aller Krankheiten möchte ich die Zeit mit unseren Hunden nicht missen. Wir denken noch oft an sie, an die Urlaube in Dänemark, im Allgäu und Schwarzwald. Aus der Traurigkeit ist inzwischen Dankbarkeit geworden, daß wir sie gehabt haben.
Im August 2007 erkrankte ich dann an Brustkrebs. Trotz gut überstandener OP, Therapie und Reha, waren wir uns einig, daß wir erst einmal keinen Hund wollten, Ich brauchte meine Kraft einfach für mich. Wir haben dann viel unternommen, was mit Hund nicht möglich gewesen wäre.
Aber irgendwann war da so eine Leere, es fehlte etwas.
Im November 2007 stieß ich dann durch Zufall im Internet auf „Körbchen gesucht“. Und da sah ich sie. Mary – und ich wußte im selben Moment das ist sie. Mein Mann sagte auch ja. Dann sofort bei Steffi Ackermann angerufen. „Bewerbung“ geschrieben, nächsten Tag nochmals telefoniert und 2 Tage später durften wir nach Zülpich kommen. Die Prüfung haben wir dann auch bestanden, denn wir durften Mary mitnehmen.



Und es war genau die richtige Entscheidung. Wir haben es noch keinen Tag bereut. Sie ist unser Sonnenschein und tut uns einfach gut. Ich sage es mit Hildegard von Bingen: „Gib den Menschen einen Hund, und seine Seele ist gesund“.



Nochmals vielen Dank an Steffi, daß Du uns Mary anvertraut hast.

Nachtrag 21. September 2010

Der Wunsch nach einem Zweithund war bei uns schon länger vorhanden.
Wir hatten früher ja auch schon 2 Hunde.
Nun mußte nur der richtige Hund gefunden werden, der auch zu Mary paßte.
Natürlich sollte er auch uns gefallen.
Dann bekamen wir Ende Juli den Tipp von Steffi, uns doch die Beschreibung von Sally (so hieß Kira damals noch) einmal anzusehen.. Und da war unsere Entscheidung gefallen.
Ja, und dann ging alles ganz schnell. Kira konnte am 1. August schon nach Deutschland fliegen. Am 4.August fuhren wir dann nach Neuss zu Helene Mumoth, um Kira abzuholen. Mary hat sich dann bei Helene nicht gerade von ihrer besten Seite gezeigt. Ganz schön rumgezickt hat sie und Kira gezeigt, wer der Boss ist.
Aber Steffi hatte uns auch darauf vorbereitet, daß nicht sofort „Friede, Freude, Eierkuchen“ herrschen würde. Es braucht eben alles seine Zeit und wir Geduld.
Ich muß schon zugeben, ein bißchen mulmig war mir schon auf der Heimfahrt.
Inzwischen sind nun 7 Wochen vergangen und das ein und andere Mal mußte ich schon dazwischen funken. Aber es ist alles gut geworden. Manchmal gibt es noch Reibereien, aber die Wogen glätten sich ganz schnell wieder. Das „Ackermannsche Bauchgefühl“ hat mal wieder Recht gehabt.
Es ist so schön anzusehen, wie die beiden rennen, toben und raufen.
Und Kira ist so eine süße Maus und so was von lieb.



Man kann schon sagen, sie sind ein Herz und eine Seele (jedenfalls meistens).
Die Entscheidung für einen Zweithund haben wir bis heute nicht bereut. Wir können jedem, der die Möglichkeit hat, nur dazu raten.
Wir möchten jedenfalls keinen der beiden mehr missen und hoffen, daß sie noch lange an unserer Seite sein werden.